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KIT — Kunst im Tunnel
Unter der beliebten Rheinuferpromenade — in einem Raum, der zwischen den Tunnelröhren für den Autoverkehr liegt und bis 2006 ungenutzt blieb — entstand mit KIT (Kunst im Tunnel) ein spektakulärer Szenetreff für zeitgenössische Kunst. Der Eingangsbereich auf der Promenade — ein zur Rheinseite verglaster Pavillon — wird zugleich zur neuen gastronomischen Adresse am Rhein.


Der "Tunnelrestraum", wie er in der Sprache der Techniker heißt, liegt etwa in Höhe des Familienministeriums und der alten Staatskanzlei am Horionplatz. Schon nach der Fertigstellung der Rheinuferpromenade 1995 war er probeweise für Veranstaltungen genutzt worden. Eine dauerhafte Nutzung, wie sie vor allem aus der Kunstszene angeregt wurde, kam unter den herrschenden Bedingungen jedoch nicht in Frage, vor allem deshalb nicht, weil der Tunnelraum bislang nur über einen schmalen Einstieg mit zwei Behelfstreppen verfügte.

2006, im Jahr der Quadriennale, sollten die Blütenträume der Kunst allerdings reifen. Das Architekturbüro Fritschi, das schon die Planung für die Gestaltung der Rheinuferpromenade geliefert hatte, machte ein Konzept für die Realisierung, das dann in den parlamentarischen Gremien beraten und nun erfolgreich umgesetzt wurde. Bauherr war die IDR, mit der die Stadt einen langfristigen Mietvertrag über 30 Jahre abschloss. Die Baukosten für dieses ungewöhnliche Projekt belaufen sich auf rund 3,4 Millionen Euro.

Das sichtbare Entree von KIT — das ist der neue, zum Rhein hin verglaste Pavillonbau auf der Rheinuferpromenade. Er hat eine Fläche von rund 130 Quadratmetern, wird als Café—Bistro mit einer Küche ausgestattet und bietet rund 50 Sitzplätze. Bei schönem Wetter werden die Gäste auf einer großzügigen Terrasse unter den Platanen der Promenade bewirtet. Vom Pavillon führt eine breite Treppe in den unterirdischen Ausstellungsbereich. Zwei Fluchttreppenhäuser wurden neu geschaffen. Für eins dieser Treppenhäuser war ein erneuter Durchstich der Tunneldecke erforderlich.