VIDEO KOOP

03.05.2008 - 27.07.2008

VIDEO KOOP ist ein Ausstellungsprojekt im KIT, das durch Einladung an Julia Stoschek entstand. Julia Stoschek, Initiatorin des JUST-Stipendiums und Gründerin der JULIA STOSCHEK COLLECTION stellt im Rahmen von VIDEO KOOP sechs KünstlerInnen vor — die meisten von ihnen aus Düsseldorf — die hauptsächlich mit Film, Video und Installation arbeiten.

Christiane Fochtmann, Andreas Bunte, Manuel Graf, Andreas Korte, Bianca Voss und Jan Wagner entwickeln künstlerische Positionen, die die Kunst- und Kulturgeschichte, Alltagsgeschehen und Poesie mit den Medien Film und Musik untersuchen. Die Präsentation der Arbeiten steht in einem Spannungsverhältnis zur Architektur des KIT.

Christiane Fochtmann, Andreas Bunte, Manuel Graf, Andreas Korte, Bianca Voss und Jan Wagner entwickeln künstlerische Positionen, die die Kunst- und Kulturgeschichte, Alltagsgeschehen und Poesie mit den Medien Film und Musik untersuchen. Die Präsentation der Arbeiten steht in einem Spannungsverhältnis zur Architektur des KIT.

Das Entrée bildet die Arbeit Möwen (2008) von Bianca Voss. Sie zeigt, als Referenz zum Außenraum des KIT, die Möwen, die hier am Rheinufer in Schwärmen vorüber fliegen und sich gierig auf den Boden herabstürzen, angelockt vom Futter, dass die Künstlerin ausgelegt hat.

Christiane Fochtmann spielt mit der humorvollen Verschränkung von Bild und Ton. So zum Beispiel in der Arbeit Flower Power (2006), in der verschiedene Blütenknospen gezeigt werden, die sich im Zeitraffer synchron zu einem Schnarchgeräusch öffnen und schließen.

The Driver (2004) von Andreas Korte spielt im Innenraum eines Parkhauses. Eine Person, die mit dem Rücken zum Betrachter steht, bewegt sich auf den Ausgang zu. Durch die Kameraführung und die verzerrten Geräusche wird eine Atmosphäre geschaffen, die Urängste schürt und den Zuschauer zum unfreiwilligen Verfolger macht.

In La Fée Electricité erzählt Andreas Bunte in poetischer, fast altmodischer Manier die Geschichte der Elektrizität. Der in schwarz-weiß gedrehte 16 mm-Film hat die Ästhetik von Stummfilmen aus den Anfängen der Filmgeschichte.

Fortdauernde Ideen und die Universalität der Architektursprache sind das Thema der Arbeit von Manuel Graf. In 1000 Jahre sind ein Tag (2005) erscheint ein Interieur aus den 1960er Jahren: ein stilvoller Plattenspieler im Vordergrund, der den gleichnamigen Song von Udo Jürgens ausschnitthaft abspielt. Im Rhythmus der Musik beginnt eine wilde, farbige Geschichte der Architektur in Bildern.

Jan Wagners Zweikanalinstallation Der Seele vier (2005) ist eine exakte Inszenierung, die beim Betrachter durch skulpturale Elemente und die Verwendung von Nesselstoff als Projektionsfläche eine räumliche Stimmung schafft. Zusätzlich irritieren kleine Textzeilen das Auge.